Werdet wie die Kinder – was Jesus damit wirklich meinte
In der Bibel sagt Jesus einen Satz, der viele Menschen berührt und gleichzeitig oft missverstanden wird:
„Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, könnt ihr nicht in das Himmelreich kommen.“
(Matthäus 18,3)
Viele fragen sich: Was meinte Jesus damit genau?
Soll der Mensch kindisch werden oder seine Reife verlieren?
Natürlich nicht. Jesus sprach von einer inneren Haltung, die Kinder ganz selbstverständlich besitzen – eine Haltung, die Erwachsene oft im Laufe ihres Lebens verlieren.
Kinder besitzen ein offenes Herz
Kinder begegnen dem Leben mit einem offenen Herzen. Sie staunen über die Welt, freuen sich über kleine Dinge und nehmen das Leben mit einer natürlichen Neugier wahr.
Ein Kind kann sich über einen Sonnenstrahl, einen Käfer im Gras oder ein einfaches Geschenk tief freuen.
Diese Fähigkeit zu staunen ist ein Zeichen eines offenen Herzens.
Viele Erwachsene verlieren diese Haltung im Laufe ihres Lebens. Sorgen, Erfahrungen und Enttäuschungen können das Herz vorsichtiger oder sogar verschlossen machen.
Jesus lädt uns ein, zu dieser Offenheit zurückzukehren.
Kinder vertrauen
Ein weiteres Merkmal von Kindern ist ihr Vertrauen.
Ein Kind vertraut darauf, dass seine Eltern für es sorgen. Es muss nicht alles kontrollieren oder verstehen. Dieses Vertrauen gibt ihm Sicherheit und inneren Frieden.
Jesus spricht oft von einem ähnlichen Vertrauen in Bezug auf Gott.
Wer wie ein Kind vertraut, erkennt:
Ich bin getragen.
Ich muss nicht alles allein bewältigen.
Dieses Vertrauen öffnet das Herz für Gottes Wirken.
Kinder leben im Moment
Kinder leben stärker im gegenwärtigen Augenblick. Sie denken weniger über Vergangenheit oder Zukunft nach. Ihre Aufmerksamkeit ist ganz bei dem, was gerade geschieht.
Diese Präsenz hat eine tiefe spirituelle Qualität.
Viele spirituelle Traditionen betonen, dass das göttliche Leben im Hier und Jetzt erfahren wird. Wer ständig mit Gedanken in der Zukunft oder Vergangenheit beschäftigt ist, verliert leicht den Kontakt zu dieser Gegenwart.
Kinder zeigen uns, wie es ist, im Moment zu leben.
Kinder vergeben schnell
Kinder können sich streiten und kurz darauf wieder miteinander spielen. Sie tragen Konflikte oft nicht lange mit sich herum.
Diese Fähigkeit zu vergeben und loszulassen ist eine wichtige geistige Eigenschaft.
Viele Erwachsene halten an Verletzungen fest und tragen sie jahrelang mit sich. Dadurch wird das Herz schwer.
Ein kindliches Herz kann leichter loslassen.
Kinder sind offen für Wunder
Kinder glauben leichter an Wunder. Sie lassen Raum für das Unmögliche, für Fantasie und für Überraschungen.
Jesus wirkte viele Wunder – und oft waren es Menschen mit offenem Herzen, die diese Wunder erkennen konnten.
Ein verschlossenes Herz sieht nur das, was der Verstand erklären kann. Ein offenes Herz erkennt die Schönheit und das Geheimnis des Lebens.
Was Jesus wirklich sagen wollte
Als Jesus sagte: „Werdet wie die Kinder“, meinte er nicht, dass der Mensch seine Reife verlieren soll.
Er meinte, dass der Mensch zu bestimmten inneren Eigenschaften zurückfinden soll:
- ein offenes Herz
- Vertrauen
- Staunen über das Leben
- die Fähigkeit zu vergeben
- Offenheit für das Wirken Gottes.
Diese Eigenschaften öffnen das Herz für das Himmelreich.
Der Weg zurück zum offenen Herzen
Viele Menschen spüren tief in sich, dass diese kindliche Haltung noch immer in ihnen lebt – vielleicht verborgen unter vielen Erfahrungen.
Der Weg zurück beginnt oft mit einfachen Dingen:
Dankbarkeit für das Leben.
Momente der Stille.
Gebet.
Bewusstes Wahrnehmen der Schönheit der Welt.
Mit der Zeit kann sich das Herz wieder öffnen.
Und genau darin liegt die tiefe Weisheit der Worte Jesu:
Nicht das Wissen oder die Kontrolle führen den Menschen näher zu Gott –
sondern ein offenes, vertrauensvolles Herz wie das eines Kindes.






Lieber Robby, ich lese so gerne deine Texte und Gebete und danke dir von Herzen für dieses wertvolle, tägliche Geschenk.
Ich Danke für diese tägliche n
geschriebenen Worte
Die zum Nachdenken und zur täglichen Hilfe werden
Dankeschön
Ich stimme voll zu und möchte noch ergänzen:
Auch mal spielerisch und auch mal albern sein,
das bringt immer mit sich, dass man aus dem Kopf ins Herz geht
Kinder lachen i.d. R. 300 mal und Erwachsene höchstens 15mal
Ich bin u.a. Lachyogaleiterin und da gibt es eine Wissenschaft vom Lachen,
die Gelotologie. Das Lachen ist eine Sofortmeditation, denn gelacht wird im Herzen
Dank dir Robby
Von Herzen danke, lieber Robby,
wieder so wunderbar dieser Text ❤️